Mittwoch, 28. November 2012

Linux Poster

Schon seit ein paar Wochen war ich am überlegen wie ich die relativ karge Tür meines Zimmers aufhübschen könnte. Also machte ich mich auf zu Google und gab "Türposter" ein.
Natürlich kam jede Menge Müll, unter anderen Justin Bieber, den ich mir sicherlich nicht aufhängen würde!
Nach ein paar Tagen vereinzeltem Grübeln, manifestierte sich die Idee, dass es etwas nerdiges werden sollte. Irgendetwas, das man als Außenstehender nicht so schnell versteht und erstmal eine Weile fragend anblickt, um mich dann doch zu fragen was das eigentlich soll.
Also wurde Google mit dem Begriff "Linux Poster" beauftragt, wodurch ich schließlich auf dieser Seite landete: http://www.labnol.org/home/linux-source-code-poster/14308.

Hätte die Seite die Grafik in der richtigen Größe gehabt, hätte ich sie mir sofort bei diedruckerei.de drucken lassen, das war aber leider nicht der Fall. Also musste ich selbst ran...


  • A1 Vorlage der Druckerei für Adobe InDesign herunterladen
  • Eine Quelldatei des Linux-Sourcecodes zum Abdrucken aussuchen
  • Tux-Grafik in entsprechender Größe finden
  • Den Code in die Vorlage einfügen, dabei ausprobieren wie viele Spalten am besten aussehen
  • Das ganze in Photoshop importieren um das Tux-Bild zu integrieren
  • Druck in Auftrag geben

Das Herunterladen der Vorlage und des Kernel-Codes ging recht schnell. Die Auswahl einer Quelldatei erwies sich als schwieriger. Ich entschied mich schließlich für die sched.c, die die Verteilung der Prozessorzeit für alle laufende Prozesse beschreibt. Diese hat eine ausreichende Größe und ist zudem noch interessant (im Gegensatz zu z.B. WLAN- oder USB-Treibern wie ich finde).
Nun habe ich noch alle Zeilenumbrüche durch Leerzeichen ersetzt, um dann in InDesign genau so schöne Blocksätze haben zu können, wie auf den Bildern des Blogeintrags von oben.

Die Tux-Grafik war schnell gefunden und mit Inkscape hatte ich auch schnell eine entsprechend große PNG. (Erst jetzt nach dem Druck ist mir aufgefallen, dass es auch eine "Flat"-Version des Pinguins gibt. Die wäre natürlich besser gewesen.. aber der normale ist auch ok).
In InDesign entschied ich mich dann für 6 Spalten Code in "Ubuntu Mono", Schriftgröße 9pt und 50%-igem grau. Das habe ich dann als PDF exportiert und in Photoshop geöffnet um den Pinguin mittels linearer Nachbelichtung auf die Schrift zu projezieren. Anschließend wurde seine Transparenz noch etwas angepasst, damit es gut aussieht.

Fertig war das Poster/Plakat.
Wohlgemerkt ausschließlich aus freiem Material (Schriftart, Tux, Code) entstanden!



Und so sieht das ganze jetzt in meinem Zimmer aus:

(leicht gelb wegen der Beleuchtung)


Bei Interesse an der PDF oder an der fertigen A1 Grafik (ich mache sie bei Bedarf auch nochmal mit dem "Flat"-Tux), einfach melden, ich schicke beides gerne per Mail oder Freigabe.



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